Direkt zum Hauptbereich

Feel Again von Mona Kasten // Rezension


Feel Again | Mona Kasten | LYX Verlag | 464 Seiten 


"Sawyer Dixon ist es egal, was andere über sie denken. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt die toughe Studentin niemanden an sich heran und lebt ihr Leben, wie sie es für richtig hält.
Einen Typen wie Isaac Grant würde sie unter normalen Umständen keines zweiten Blickes würdigen. Er ist zu nett, zu schüchtern - und mit seiner Brille und den seltsamen Klamotten das genaue Gegenteil von ihrem üblichen Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten.
Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen ..."

"Grant. Isaac Grant."

Achtung: diese Rezi wird wahrscheinlich eine einzige Lobeshymne.

Also, wie soll ich anfangen. Der Schreibstil unserer lieben Mona ist super leicht, flüssig und ergreifend. Sie hat einen sehr guten Sinn für Humor, die Dialoge ließen mich des öfteren schmunzeln. 

Isaac und Sawyer sind wirklich unglaublich interessante Charaktere. Wir erleben die Geschichte aus Sawyers Sichtweise, was wirklich toll war. Denn dann erlebte man den Zwiespalt in ihr hautnah, man lernt sie besser kennen und versteht auch, wieso sie so ist, wie sie ist. Und sie war mir einfach so unglaublich sympathisch! Ihr Hobby, die Fotografie, hat ihr schon damals in Dawns Geschichte ein paar Pluspunkte eingebracht. Und hier erlebt man sie rund um die Uhr mit Frank, der Kamera, zusammen.

"Wer zum Henker brachte es fertig, sich mit einer Flasche Bier in der Hand derart gewählt auszudrücken?"

Isaac ist der schüchterne Nerd von nebenan. Er ist immer sauber & ordentlich gekleidet, wird ständig rot im Gesicht, vor allem wenn man ihm perverse Dinge ins Ohr flüstert. Und generell ist er nicht wirklich selbstbewusst. Eigentlich alles Dinge, die ihn nicht wirklich interessant erscheinen lassen. Und doch hat er diesen gewissen Touch.
Ich glaube, noch nie war ein Nerd so dermaßen heiß. 

Auch die anderen (neuen) Charaktere mochte ich sehr. Dazu gehören unter anderem Sawyers Schwester und Isaacs Familie. Es war eine echte Freude diese Menschen kennen und lieben zu lernen. Durch Sawyers Augen war man hautnah dabei & man hat ihre Entwicklung deutlich erkannt. 

Feel Again ist ein gelungener Abschluss der Again-Reihe & ich bin irgendwie sehr traurig, dass es schon vorbei ist. Aber zum Glück gibt uns Mona Kasten ja noch mehr Lesestoff.

"Und während meine Schwester mich hielt, ließ ich meine Tränen laufen und weinte um all das, was ich erfahren und verloren hatte."


Ein wirklich gelungener Abschluss dieser Reihe! Mit viel Herz, Schmerz und Erotik ist man hier prima bedient! Klare Leseempfehlung. 




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schattenseiten von Bookstagram + Tipps

Ein Jahr lang weile ich nun unter den Bookstagramern & bin so glücklich darüber, mit Menschen über eine gemeinsame Leidenschaft zu reden: das Lesen. Ich schreibe jeden Tag mit so wundervollen, neuen tollen Menschen & bin über jeden Neuzugang unter den Abonnenten glücklich (wer behauptet, es ist ihm egal wie viele Follower hat – lügt.). Denn jeden Tag findet ein Austausch statt, den ich einfach hier in meiner Heimatstadt nicht habe.
Das Instagram bzw. Bookstagram nicht nur gute, sondern auch schlechte Seitenbesitzt wusste ich zu Anfang nicht. Ich meine, es gibt keinen Hass oder Neid unter uns, wir sind alle so zuvorkommend und höflich zueinander… Und das ist auch nicht die schlechte Seite von der ich hier spreche.

Kleine große Schritte von Jodi Picoult | Rezension

Kleine große Schritte | Jodi Picoult | 584 Seiten | Bertelsmann Verlag

"Als ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff im Krankenhaus stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist. Die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist ..."

Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet, dass dieses Buch mich so bewegen würde.

Sie sagten mir, in diesem Verfahren gehe es nicht um Rasse. Aber damit fing alles an.
Das Buch beginnt mit der Geschichte von Ruth, die dunkelhäutige Krankenschwester und Hebamme, die einen Einblick in ihre Kindheit gibt. In ihre Kindheit als Schwarze. 
Bereits in diesem Kapitel konnte mich die Autorin packen mit ihrem flüssigen, fesselnden Schreibstil. 
Es folgen die schrecklichen Geschehnisse, so dass auch zwei weitere Charaktere ihre eigenen Kapitel be…

In der Tiefe von Elizabeth Heathcote | Rezension

In der Tiefe | Elizabeth Heathcote | 381 Seiten 

"Du denkst, er liebt dich. Du denkst, seine Vergangenheit hat nichts mit dir zu tun. Aber was, wenn du dich irrst?
Ihr Name war Zena. Tom macht kein Geheimnis aus seiner großen Liebe zu dieser Frau und hat Carmen alles erzählt. Wie er sich Hals über Kopf in Zena verliebte, wie er mit ihr das Ferienhaus am Strand kaufte. Und wie sie eines Nachmittags im Meer schwimmen ging und nie mehr zurückkehrte. Doch Zena ist Toms Vergangenheit, Carmen seine Zukunft. Davon ist Carmen überzeugt. Bis sie erfährt, dass er ihr ein entscheidendes Detail verschwiegen hat: Die Polizei hielt Zenas Tod für einen Mord - und verdächtigte Tom. Ist ihr Mann ein Mörder?"

Das Buch konnte mich die ganze Zeit über nicht fesseln. Der Schreibstil war ziemlich langatmig, ich habe auch unglaublich lange gebraucht um dieses Buch zu lesen.  Es kam keine Spannung auf und die Charaktere waren mir auch sehr sehr unsympathisch.
Es geht vor allem um eine Frage: Ist Tom ein Mö…